Turgi AG: Autodiebe krachen mit BMW in Kandelaber – Festnahme in Neuenhof
Der Kanton Aargau wird seit mehreren Wochen und Monaten von Autodieben aufgesucht.
So geschehen auch diese Nacht in Turgi. Zwei Männer brachen in eine Autogarage ein und entwendeten einen BMW. Nach einem Selbstunfall konnten die beiden Tatverdächtigen – Franzosen im Alter von 17 und 38 Jahren – in Neuenhof festgenommen werden.
Seit mehreren Wochen und Monaten suchen Autodiebe regelmässig Garagen- und Autohandelsbetriebe im Kanton Aargau auf. Ein Phänomen, das in mehreren Kantonen festzustellen ist. Aufgrund der Grenznähe zu Deutschland und Frankreich sowie des grossen Angebots an hochpreisigen und leistungsstarken Fahrzeugen dürfte der Kanton Aargau immer wieder zum Ziel der Diebesbanden werden.
So geschehen in der vergangenen Nacht in Turgi. Kurz nach Mitternacht brachen zwei Unbekannte in einen Garagenbetrieb an der Landstrasse ein. Sie drückten das Garagentor mit einem Auto auf und flohen anschliessend mit einem leistungsstarken BMW.
Umgehend wurden mehrere Patrouillen der Stadtpolizei Baden und der Kantonspolizei Aargau zur Fahndung in das entsprechende Gebiet aufgeboten. Während der Fahndung flüchtete die Täterschaft in Richtung Baden und Wettingen. An der Klosterstrasse in Wettingen stellten die Einsatzkräfte das zurückgelassene Fahrzeug fest. Die Täter hatten zuvor einen Kandelaber gerammt und konnten daher mit dem BMW nicht mehr weiterfahren.
Im Anschluss konnten in Neuenhof im Bereich Webermühle zwei Tatverdächtige angehalten werden. Es handelte sich dabei um zwei Franzosen im Alter von 17 und 38 Jahren. Sie wurden für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen. Die Staats- und Jugendanwaltschaft haben entsprechende Verfahren eröffnet.
Wie im aktuellen Fall handelt es sich bei den Tätern vorwiegend um junge Männer aus Frankreich, die mutmasslich über die sozialen Medien für die Diebstähle beauftragt werden. Aufgrund dieser Aufträge reisen sie in die Schweiz ein, entwenden hier ein oder mehrere Autos und versuchen dann, möglichst schnell in Richtung Frankreich zu fliehen. Auf der Flucht gehen die Täter meist ein hohes Risiko ein und dürften zudem über keine grosse Fahrpraxis verfügen, was oftmals dazu führt, dass sie Unfälle verursachen.
Die Polizei im Kanton Aargau setzt alles daran, diesem Phänomen entgegenzuwirken, ist jedoch auf die Mithilfe der Gewerbetreibenden angewiesen:
- Sichern Sie Ihre Fahrzeuge so gut es geht, um Diebstähle zu verhindern.
- Schliessen Sie Ihre Fahrzeuge konsequent ab und lassen Sie die Schlüssel nicht in Ihrem Betrieb liegen.
- Zudem können Sie durch bauliche Massnahmen oder das entsprechende Parken Ihrer Fahrzeuge Diebstähle verhindern oder erschweren.
- Wir bitten zudem die Bevölkerung, bei verdächtigen Feststellungen umgehend den Polizeinotruf 117 zu wählen.
Quelle: Kantonspolizei Aargau
Bildquelle: Kantonspolizei Aargau