Sitten VS: Über 100 Betrugsfälle – Täter geben sich als Polizei und Bank aus
Mittel- und Unterwallis: Betrüger ändern Ihre Vorgehensweise
Seit Anfang des Jahres wurden im französischsprachigen Teil des Wallis mehr als 100 Betrugsfälle oder Betrugsversuche registriert.
Die Fälle hängen hauptsächlich mit falschen Polizisten, falschen Bankangestellten oder falschen Postboten zusammen. Angesichts einer besser sensibilisierten Bevölkerung passen die Täter ihre Vorgehensweisen an und entwickeln immer neue Maschen. Die Kantonspolizei Wallis ruft zur Vorsicht auf.
Seit Beginn des Jahres wurden im französischsprachigen Teil des Wallis mehr als 100 Betrugsfälle oder Betrugsversuche registriert. Die Opfer sind überwiegend ältere Menschen, die über ihr Festnetztelefon kontaktiert werden. Die Täter geben sich als Polizisten, Bankangestellte, Postboten, Techniker oder auch als Sozialarbeiter aus. Sie schildern eine angeblich dringende Situation, um zu rechtfertigen, dass eine Person zu ihnen nach Hause geschickt wird. Vor Ort nehmen die Betrüger Bankkarten, Bargeld oder Schmuck an sich. Seit Beginn des Jahres beläuft sich der Schaden auf über 300’000 Franken.
Dank Opfern, die sofort die Polizei alarmiert haben, konnten kürzlich mehrere Täter festgenommen werden. Angesichts der erhöhten Wachsamkeit der Bevölkerung passen die Täter ihre Vorgehensweisen an und entwickeln immer neue Maschen, um das Misstrauen zu umgehen: angebliche Diebstähle in der Nachbarschaft, angeblich in Notizen von Kriminellen gefundene Identitäten oder vermeintlich verdächtige Banktransaktionen, die ein sofortiges Eingreifen erfordern.
Die Kantonspolizei Wallis erinnert daran, dass weder Polizisten noch Bankangestellte, Postboten oder Techniker jemals verlangen, Bankkarten, PIN-Codes, Geld oder Schmuck herauszugeben – weder am Telefon noch zu Hause.
Präventionstipps:
- Geben Sie niemals persönliche Informationen oder Bankdaten an Unbekannte weiter.
- Teilen Sie niemals Ihren PIN-Code.
- Übergeben Sie niemals Ihre Bankkarte, Ihr Geld oder Ihren Schmuck.
- Rufen Sie keine Nummer zurück, die Ihnen bei einem verdächtigen Anruf oder per SMS mitgeteilt wurde.
- Informieren und sensibilisieren Sie ältere Menschen in Ihrem Umfeld.
- Im Zweifelsfall oder bei einem Betrugsversuch: Legen Sie auf und kontaktieren Sie sofort die Kantonspolizei unter 117.
Quelle: Kantonspolizei Wallis
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei Wallis