Milchlastwagen weicht Auto aus und überschlägt sich am Hang – Zeugenaufruf

(Lütisburg SG). Am Sonntagmittag (25.10.2026) ist ein mit einem Milchtank ausgerüsteter Lastwagen auf der Bergstrasse Wildenhof von der Strasse abgekommen, einen Hang hinuntergerutscht und umgekippt.

Gemäss Angaben des Lastwagenfahrers musste er zuvor wegen eines entgegenkommenden Autos abbremsen und ausweichen. Es liefen Milch und Diesel aus. An der Ladung sowie am Lastwagen entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

POLIZEI.NEWS INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Unfallort: Bergstrasse Wildenhof bei Lütisburg.
  • Zeitpunkt: Sonntag, 25. Oktober 2026, kurz vor 13.15 Uhr.
  • Fahrzeug: Lastwagen mit Milchtank, unterwegs von Tufertschwil in Richtung Magdenau.
  • Unfallhergang: Gemäss Fahrer musste er wegen eines entgegenkommenden Autos abbremsen und nach rechts ausweichen.
  • Absturz: Der Lastwagen rutschte einen Hang hinunter, überschlug sich und blieb auf der linken Fahrzeugseite liegen.
  • Umweltschaden: Milch gelangte über einen Schacht und einen Brunnen in ein Bächlein. Auch Diesel trat aus.
  • Feuerwehreinsatz: Verunreinigtes Wasser wurde umgeleitet, der Bach gestaut und abgepumpt.
  • Erdreich: Rund ein bis zwei Quadratmeter dieselbelasteter Boden wurden ausgehoben und fachgerecht entsorgt.
  • Sachschaden: Mehrere hunderttausend Franken am Lastwagen und an der Ladung.
  • Zeugenaufruf: Hinweise zum entgegenkommenden Auto oder zum Unfallhergang an den Polizeistützpunkt Oberbüren, Telefon 058 229 81 00.

Milchtransporter kommt nach Ausweichmanöver von der Strasse ab

Kurz vor 13:15 Uhr erhielt die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung von einem Verkehrsunfall auf der Bergstrasse Wildenhof. Ein Lastwagenfahrer war mit einem Milchtransporter von Tufertschwil in Richtung Magdenau unterwegs. Gemäss seinen Angaben kam ihm auf Höhe Lütisburg ein bislang unbekanntes Auto entgegen. Der Lastwagenfahrer bremste sein Fahrzeug bis zum Stillstand ab und wich gleichzeitig nach rechts aus. Dadurch kam der Lastwagen teilweise auf dem angrenzenden Wiesland zum Stillstand.



Lastwagen rutscht Hang hinunter und überschlägt sich

In der Folge rutschte der Lastwagen den Hang hinunter, überschlug sich und kam einige Meter weiter unten auf der linken Fahrzeugseite zum Stillstand. Der Lastwagenfahrer blieb unverletzt. Aus dem Lastwagen liefen Milch und Diesel aus. Die Milch gelangte zunächst in einen Schacht, dann in einen nahegelegenen Brunnen und von dort über den Überlauf in ein Bächlein. Die aufgebotene Feuerwehr trennte den Brunnen von der Leitung und leitete das verunreinigte Wasser um. Zudem wurde der nahegelegene Bach gestaut und abgepumpt. Durch die eingeleiteten Sofortmassnahmen konnte eine weitere Verunreinigung verhindert werden. Auch das durch den ausgelaufenen Diesel verunreinigte Erdreich wurde nach der Bergung des Lastwagens auf einer Fläche von rund ein bis zwei Quadratmetern ausgehoben und fachgerecht entsorgt.

Mehrere hunderttausend Franken Sachschaden

Am Lastwagen und an der Ladung entstand Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken.

Feuerwehr und Umweltschadendienst im Einsatz

Im Einsatz standen mehrere Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen, die zuständige Feuerwehr sowie der Umweltschadendienst des Kantons St.Gallen.


Zeugenaufruf

Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen. Personen, die Angaben zum entgegenkommenden Auto oder zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich beim Polizeistützpunkt Oberbüren unter 058 229 81 00 zu melden.


POLIZEI.NEWS INFORMIERT

Milch und Diesel im Bach: Warum die Feuerwehr sofort handeln musste

Bei einem Unfall mit einem Milchtransporter kann nicht nur der auslaufende Treibstoff die Umwelt belasten. Auch grosse Mengen Milch gehören nicht in ein Gewässer. Beim biologischen Abbau der organischen Bestandteile wird Sauerstoff verbraucht. Gelangen grössere Mengen in einen kleinen Bach, kann dies für Wasserlebewesen problematisch werden.

Milch
gelangte bis in ein Bächlein
Diesel
verunreinigte Erdreich
1–2 m²
belasteter Boden entfernt

Warum auch Milch ein Gewässer belasten kann

1. Hoher Sauerstoffbedarf: Milch enthält unter anderem Eiweisse, Fette und Milchzucker. Werden diese organischen Stoffe durch Mikroorganismen abgebaut, verbraucht das Sauerstoff im Wasser.

2. Kleine Bäche sind empfindlich: In einem Gewässer mit wenig Wasser kann eine grössere Menge organischer Stoffe die Wasserqualität besonders stark beeinträchtigen.

3. Diesel ist zusätzlich problematisch: Mineralölprodukte können Böden und Gewässer belasten. Deshalb muss entsprechend verunreinigtes Erdreich fachgerecht entfernt und entsorgt werden.

So wurde eine weitere Verunreinigung verhindert

Die Feuerwehr unterbrach die Verbindung zwischen dem betroffenen Brunnen und der Leitung und leitete das verunreinigte Wasser um. Zusätzlich staute sie den Bach und pumpte Wasser ab.

Diese Massnahmen verhinderten gemäss Polizei eine weitere Verunreinigung. Nach der Bergung des Lastwagens wurde ausserdem der mit Diesel belastete Boden ausgehoben und fachgerecht entsorgt.

Unfall beobachtet? Diese Hinweise können helfen

Die Polizei sucht insbesondere Informationen zum entgegenkommenden Auto. Wer die Verkehrssituation auf der Bergstrasse Wildenhof beobachtet hat, kann Angaben zu Fahrzeugtyp, Farbe, Fahrtrichtung oder zum zeitlichen Ablauf machen.

Wichtig ist, nur tatsächliche Beobachtungen weiterzugeben und nicht über eine mögliche Schuldfrage zu spekulieren. Hinweise nimmt der Polizeistützpunkt Oberbüren unter 058 229 81 00 entgegen.

Weitere Berichte über Feuerwehreinsätze und aktuelle Polizeimeldungen aus dem Kanton St.Gallen finden Sie im Belmedia-Netzwerk.

 

Quelle: Kantonspolizei St.Gallen
Bildquelle: Kantonspolizei St.Gallen

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