Falsche Verkehrsbussen per E-Mail: Polizei warnt vor Phishing mit ASTRA-Logo

(Appenzell AI). Die Kantonspolizei warnt vor Phishing-E-Mails mit angeblichen Verkehrsbussen.

Die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden warnt die Bevölkerung vor derzeit kursierenden Phishing-E-Mails, in denen das Logo des Bundesamts für Strassen (ASTRA) missbräuchlich verwendet wird.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Betrugsmasche: Gefälschte Verkehrsbussen oder Mahnungen per E-Mail
  • Missbrauch: Logo des Bundesamts für Strassen ASTRA
  • Ziel: Geldzahlungen oder persönliche Zahlungsdaten erlangen
  • Wichtig: Das ASTRA stellt keine Bussen aus
  • Nicht tun: Links öffnen, Anhänge anklicken, Daten eingeben oder Geld bezahlen
  • Melden: Phishing-Versuche können beim Bundesamt für Cybersicherheit gemeldet werden
  • Bereits bezahlt: Umgehend Anzeige bei einer Polizeidienststelle erstatten

Gefälschte Busse soll zu schneller Zahlung verleiten

In den betrügerischen Nachrichten wird den Empfängerinnen und Empfängern eine angeblich offene Verkehrsbusse oder eine entsprechende Mahnung vorgetäuscht. Die Betroffenen werden aufgefordert, innerhalb kurzer Frist einen Geldbetrag zu bezahlen oder persönliche Zahlungsdaten anzugeben.

Die Kantonspolizei weist darauf hin, dass das ASTRA keine Bussen ausstellt und Bürgerinnen und Bürger weder per E-Mail noch per SMS zur Zahlung von Geldbeträgen oder zur Eingabe von Kreditkartendaten auffordert.

⚠️ Verdächtige ASTRA-Mail erhalten? Dann gilt:

  • nicht antworten
  • keine Links öffnen
  • keine Anhänge anklicken
  • keine persönlichen Daten eingeben
  • keine Kreditkarten- oder Zahlungsdaten übermitteln
  • keine geforderte Zahlung ausführen

Verhaltensempfehlungen

Die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden empfiehlt:

  • Antworten Sie keinesfalls auf solche E-Mails.
  • Klicken Sie nicht auf enthaltene Links oder Anhänge.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten oder Zahlungsinformationen bekannt.
  • Leisten Sie keine Zahlungen aufgrund solcher Nachrichten.
  • Löschen Sie verdächtige E-Mails umgehend.

Verdächtige Nachrichten melden

Phishing-Versuche können dem Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) unter www.report.ncsc.admin.ch/de/ gemeldet werden.

Personen, die bereits eine Zahlung vorgenommen oder sensible Daten übermittelt haben, werden gebeten, umgehend Anzeige bei einer Polizeidienststelle zu erstatten.

Die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden bittet die Bevölkerung um erhöhte Wachsamkeit und empfiehlt, bei Unsicherheiten die Echtheit entsprechender Nachrichten sorgfältig zu überprüfen.


🔎 Warum ein echtes Logo noch lange keine echte Nachricht bedeutet

Bei Phishing-Nachrichten werden bekannte Namen, Logos und Gestaltungselemente von Behörden oder Unternehmen gezielt kopiert. Das Erscheinungsbild einer E-Mail ist deshalb kein zuverlässiger Beweis dafür, dass die Nachricht tatsächlich vom angegebenen Absender stammt.

Auch die angezeigte Absenderadresse kann manipuliert oder täuschend ähnlich gestaltet sein. Das Bundesamt für Cybersicherheit empfiehlt deshalb grundsätzlich, bei unerwarteten E-Mails und SMS mit Links besonders vorsichtig zu sein.

Praktischer Check: Statt einen Link in einer verdächtigen Nachricht anzuklicken, die offizielle Internetseite der vermeintlichen Behörde selbst im Browser aufrufen oder über einen bereits gespeicherten Favoriten öffnen. So lässt sich vermeiden, direkt auf einer gefälschten Webseite zu landen.

Wer bereits Kreditkartendaten eingegeben hat, sollte zusätzlich unverzüglich den Kartenanbieter beziehungsweise die Bank kontaktieren und unbekannte Transaktionen kontrollieren.


 

Quelle: Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden / Polizei.news
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden

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