OLMA und Herbstjahrmarkt: Mehr Einsätze, Mann erleidet Schädelbruch – hohe Schäden
(St.Gallen SG). Die Stadtpolizei St.Gallen zieht nach dem Herbstjahrmarkt und der OLMA 2026 trotz einer Zunahme der Interventionen eine positive Sicherheitsbilanz.
Ein Mann erlitt bei einer Auseinandersetzung einen Schädelbruch. Zu weiteren grösseren Zwischenfällen ist es nicht gekommen. Hingegen kam es während der Veranstaltungstage zu mehreren Sachbeschädigungen, bei welchen mehrere zehntausend Franken Sachschaden entstanden sind.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Veranstaltungen: OLMA und Herbstjahrmarkt 2026
- Zeitraum: 8. bis 18. Oktober 2026
- Bilanz: Mehr Polizeieinsätze, insgesamt positive Sicherheitsbilanz
- Schwerer Vorfall: Ein Mann erlitt einen Schädelbruch
- Aggressives Verhalten: 21 Interventionen
- Tätlichkeiten: 14 Interventionen
- Auf Polizeiposten gebracht: Sechs Personen
- Sachbeschädigungen: Vier Fälle mit Schäden von mehreren zehntausend Franken
- Öffentliches Urinieren: Elf Ordnungsbussen
- Verkehr: 295 Parkbussen, keine nennenswerten Behinderungen durch Falschparkierende
Vom 8. bis 18. Oktober 2026 fanden in St.Gallen der Herbstjahrmarkt und die OLMA statt. Die Stadtpolizei St.Gallen zieht eine positive Sicherheitsbilanz.
Zwar wurden mehr Interventionen verzeichnet, zu grösseren Zwischenfällen ist es ausser in einem Fall aber nicht gekommen.
Bei diesem Vorfall erlitt ein Mann einen Schädelbruch. Polizei.news berichtete darüber.
Mehr Interventionen
Die Stadtpolizei St.Gallen war während den elf Veranstaltungstagen verstärkt im Einsatz. Die Einsatzkräfte mussten in 21 Fällen wegen aggressiver Personen intervenieren. Zudem rückten sie 14 Mal aufgrund von Tätlichkeiten aus.
Dabei wurde mit Ausnahme des bereits erwähnten Vorfalls niemand schwerer verletzt. Sechs Personen mussten aufgrund ihres Verhaltens auf den Polizeiposten gebracht werden, wobei in einem Fall ein Gewahrsam verfügt wurde.
Darüber hinaus zeigte die Stadtpolizei eine Person wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte an. Dabei wurden Mitarbeitende massiv beschimpft und bedroht.
Hilfeleistungen
Weiter leistete die Stadtpolizei verschiedene Hilfeleistungen, etwa bei alkoholisierten Personen oder bei Personalienerhebungen für private Sicherheitsdienste.
Ein Kind wurde vorübergehend als vermisst gemeldet. Es konnte jedoch innert kurzer Zeit wohlbehalten aufgefunden und seinen Angehörigen beziehungsweise Begleitpersonen übergeben werden.
Weniger Bussen wegen öffentlichen Urinierens
Insgesamt wurden elf Personen mit CHF 60.– wegen öffentlichen Urinierens gebüsst. Dies bedeutet einen deutlichen Rückgang gegenüber 2025 (46 Bussen).
Sachbeschädigungen
Gemäss aktuellem Kenntnisstand kam es zudem zu vier Sachbeschädigungen im Bereich des Jahrmarktgeländes. Dabei entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Franken.
So wurde ein Glace-Stand von Unbekannten umgekippt und konnte anschliessend nicht mehr betrieben werden.
Zudem unterbrachen Unbekannte bei zwei Ständen die Stromzufuhr, wodurch Lebensmittel über Nacht nicht mehr gekühlt wurden und entsorgt werden mussten.
Bei der vierten Sachbeschädigung wurden Leuchtmittel eines Essensstandes entwendet und auf die Strasse geworfen.
Positive Bilanz im Verkehrsbereich
Im Bereich Verkehr zieht die Stadtpolizei St.Gallen eine durchgehend positive Bilanz.
In Spitzenzeiten waren die Parkhäuser im Bereich der Innenstadt stark ausgelastet. Dennoch kam es in den umliegenden Quartieren zu keinen nennenswerten Behinderungen oder sicherheitsrelevanten Vorkommnissen aufgrund falsch parkierter Fahrzeuge.
Die Anzahl ausgestellter Bussen beträgt 295. Sie liegt damit zwar über dem Vorjahreswert von 192 Bussen, aber deutlich unter dem Wert von 2024 mit 402 Bussen.
Zahlen in der Übersicht (jeweils bis Sonntagmorgen)
Quelle: Stadtpolizei St.Gallen / Polizei.news
Bildquelle: Stadtpolizei St.Gallen